Sonntag, 7. März 2010

Chile

Da ich unbedingt Richtung Süden, nach Patagonien will, mir empfohlen wird, spätestens Ende Februar dort wieder zu verschwinden, da es dann kalt werden kann und ich Angst vor dem Erfrieren habe, bleibe ich nur kurz in Santiago de Chile und starte ein gedrängtes Programm, das mich in 7 Tagen nach Puerto Varas, bzw. Puerto Montt bringt, dem Hafen, von dem die Navimagfähre nach Puerto Natales losfährt.

Auf der Fähre will ich meine restlichen Ferien planen, doch weit gefehlt. All die netten Leute dieh ich an Bord treffe, die grandiosen Landschaften an denen wir vorbeischippern



und das sensationelle Rahmenprogramm (mem: mehr BINGO-Veranstaltungen besuchen) lassen keinen Raum für viel Planung...

Einen Höhepunkt der Reise, den Gletscher Pio XI sehen wir dann doch, aber es war knapp! Die 6 Stunden Verspätung, die wir beim Losfahren hatten, mussten zuerst aufgeholt werden. Der Pio XI ist übrigens der 3. grösste Gletscher der Welt und neben dem Perito Moreno der Einzige der momentan wächst. Den Schweizer Gletschern weitersagen...


Nach 4 Tagen kommen wir in Puerto Natales an. Und auf gehts zum Highlight einer jeder Patagonienreise: Dem Torres del Paine Nationalpark und dem "W". Mit gemietetem Equipment geht es los, eine 4-tägige Wanderung vor atemberaubend schöner Kulisse.

Das Wetter ist erfreulich gut, wir haben eigentlich keinen Regen, meine Erfrierungsangst war unbegründet, nur der Wind ist manchmal eine Herausforderung. Am letzten Tag stehe ich früh auf. Wer den Sonnenuntergang erleben will, muss um 4:30 los. Ich frage mich, ob es sich lohnt, aus dem warmen Schlafsack zu kriechen; die Antwort ist aber natürlich JA! Der harte Boden macht mir diese Entscheidung aber auch einfacher; so wohlig ist es in meinem Zelt nälich nicht...
Nach 2 Stunden wandern werden wir nur teilweise belohnt, der Sonnenaufgang versteckt sich hinter Wolken, wir müssen uns mit dem "langsam heller werden" begnügen.
Vor imposanter Kulisse (die Torres del Paine) geniesse ich mein bestes instant oatmeal ever. Merci Helene!